Neue Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Malu Dreyer ist zur neuen Regierungschefin im Mainzer Landtag gewählt worden und tritt damit in die Fußstapfen von Kurt Beck.

„Sie wirkt authentischer und glaubwürdiger als viele ihrer Kollegen in vergleichbaren Positionen.“, kann man in den Kommentaren auf Spiegel.de zu ihrem Antritt als neue Regierungschefin lesen. Der Tenor ist gut, fast überschwänglich, obwohl die Ära des Kurt Beck in Rheinland Pfalz nun ein Ende nehmen muss. 18 Jahre war er Ministerpräsident und der am längsten im Dienst verweilende Regierungschef von ganz Deutschland. Doch aus gesundheitlichen Gründen war es jetzt Zeit für ihn, jemanden für die Nachfolge zu finden. Und Malu Dreyer ist wie erhofft problemlos von der rot-grünen Mehrheit im Landtag gewählt worden. 60 von 100 abgegeben Stimmen konnte sie für sich verbuchen. Bis zum heutigen Tage war sie Sozialministerin im rheinland-pfälzischen Kabinett. Auf ihren Posten folgt nun der bisherige SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer.

Aller guten Dinge sind vier

Dreyer kann ihre weibliche Führungsrolle nun ausbauen und ist damit hinter Hannelore Kraft, Christine Lieberknecht und Annegret Kramp-Karrenbauer die vierte deutsche Ministerpräsidentin. Bei 16 Bundesländern macht dasm, was Ministerposten angeh, tmittlerweile 25% Weiblichkeit und liegt dabei weit über dem momentanen Frauenanteil in Dax-Konzernen.

Man kann nur hoffen, dass die 51-jährige SPD-Politikerin trotz ihrer chronischen MS-Erkrankung eine erfolgreiche Amtszeit haben wird. Denn auch ohne Ministerpräsidenten-Job ist es schon schwer mit  Multipler Sklerose, eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, zu leben. Nicht umsonst titelte die Bild nach ihrer Wahl: „Deutschland tapferste Ministerpräsidentin“.

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