Wichtiger Unternehmensdünger: Eine Frau mehr im Aufsichtsrat von K + S

Das Bauunternehmen K + S folgt dem Ruf nach mehr Frauen und Internationalität in den Aufsichtsräten und beruft gleich bei zwei Neubesetzungen einen Amerikaner und eine Dame des Kapitals.

Zugegeben Düngemittel- und Salzherstellung ist nicht so sexy wie die Autoindustrie oder Sportartikelhersteller, doch zu diesen Wintertagen Ende März steigen die Dividenden von K + S dank Frau Holles Arbeit noch mal ordentlich an und zeigen wie attraktiv Erfolg sein kann. Noch angesehener könnte das Dax-Unternehmen werden, wenn, wie geplant, die zweite Frau in den Aufsichtsrat einzieht. Zudem möchte der Konzern sich der Diversität verpflichten und internationaler werden, daher wird in Zukunft auch ein Amerikaner im Führungsgremium sitzen. „Der heutige Beschluss folgt dem Ziel, dass dem Gremium künftig zwei weibliche Mitglieder angehören sollen und der zunehmenden Internationalität von K+S verstärkt Rechnung getragen wird“, erklärte das Unternehmen vor etwas mehr als einer Woche in einer Pressemitteilung.

Vielfalt der Mitarbeiter führt zum Erfolg eines Unternehmens

Die neue Dame, die im Mai einen von 16 Aufsichtsratsposten besetzen wird, heißt Annette Messemer. Bislang arbeitete die Kapitalmarkt-Expertin bei der Commerzbank als oberste Firmenkundenbetreuerin bei der Commerzbank. Als ehemalige Investmentbankerin von Merrill Lynch und jetziger Bereichsvorstand des Client Relationship Management in der Sparte Corporates und Markets bei der Commerzbank, scheint sie alles andere als den Typus einer Quotenfrau zu vermitteln. Mit Messemers Einstieg in das Führungsgremium entscheiden zusammen mit Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz das erste Mal zwei Frauen über das Wohl von K + S mit. Außerdem frisch mit von der Partie ist der Amerikaner Wesley Clark, der Ex-Chef der amerikanischen Salz-Tochter Morton Salt. Den Platz für die zukünftigen Mitglieder räumen Rainer Grohe und Karl Heidenreich. Beide gaben ihren Posten aus Altersgründen auf.

Auch wenn das Unternehmen mit der Neuberufung ab Mai nur einen Anteil von 12,5 Prozent Frauen erreicht und weit entfernt von der Quotenerfüllung ist, ein Anfang sowie eine Öffnung in die richtige Richtung ist allemal getan.

Werbung