Die wichtigsten Frauennetzwerke (5): Femtec

Frauen und Technik – das passt nicht zusammen, denken immer noch viele. Schaut man sich in den Ingenieursfächern und in den Technikberufen um, könnte man annehmen, an dieser Aussage sei etwas dran. Dass Frauen und Technik sehr wohl ein gutes Team sein können, zeigen das Karrierenetzwerk Femtec und der daraus entstandene gemeinnützige Verein Femtec.Alumnae e.V.

Um weibliche Talente in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften zu fördern, wurde im Jahr 2001 in Berlin die Femtec.GmbH gegründet. Die Gesellschafter  – die Technische Universität Berlin und die EAF | Europäische Akademie für Frauen und Politik und Wirtschaft – haben damit ein Netzwerk aus namenhaften Unternehmen und technischen Universitäten geschaffen, welches Studentinnen und Absolventinnen technischer Studienfächer den Berufsein- und aufstieg erleichtern soll. Denn vor allem der Aufstieg in Führungspositionen ist für Frauen noch immer sehr schwierig. Um diese Situation nachhaltig zu verbessern, ermöglicht die Femtec  – mit der Unterstützung ihrer Partner –  ausgewählten Studentinnen exklusive Industriekontakte zu knüpfen, Zusatzqualifikationen in zahlreichen Seminaren und Schools zu erwerben und Auslandspraktika zu absolvieren. Dafür müssen die jungen Frauen ein Assessment-Center durchlaufen, um zu zeigen, dass sie motiviert und qualifiziert sind.

Rund 700 Studentinnen in Deutschland und der Schweiz haben das Careerbuilding-Programm mittlerweile absolviert oder sind momentan dabei. 700 erfolgreiche Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen, die beweisen, dass Frauen und Technik sehr gut harmonieren. Viele von ihnen steigen nach dem Studium in einem der Partnerunternehmen ein, zu denen unter anderem Porsche, Bosch und die Telekom gehören.

Netzwerken und Vorbild sein

Um sich noch stärker zu vernetzen und um ihre vielen wertvollen Erfahrungen weiterzugeben, haben einige Alumnae des Careerbuilding-Programms 2008 den Verein Femtec.Alumnae e.V. gegründet. Dieser zählt inzwischen mehr als 250 Mitglieder, die auf der ganzen Welt verteilt sind und sich für die Karrierechancen von Frauen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. Der Verein hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, immer mehr Mädchen für Technik zu begeistern und führt daher regelmäßige Experimentiertage für Schülerinnen durch unter dem Namen Girls macht MI(N)T. MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Sowohl die Femtec.GmbH als auch der Femtec.Alumnae e.V. befinden sich in einer engen Kooperation mit dem Frauennetzwerk Zonta. Hierbei geht es nicht nur um finanzielle Unterstützung seitens der Zonta, sondern auch um gemeinsame Veranstaltungen und ein erfolgreiches Mentoring-Programm. Im Rahmen dieses Programmes bekommen berufstätige Femtec Alumnae ein erfahrenes Mitglied von Zonta zur Seite gestellt. Als Mentorin unterstützt diese die Berufseinsteigerin oder Young Professional in Karrierefragen.

Im nächsten Teil unserer Serie „Die wichtigsten Frauennetzwerke“ stellen wir die Vereinigung für Frauen im Management e.V. vor.

Werbung