Die wichtigsten Frauennetzwerke (7): EWMD

Mehr Frauen in Führungspositionen – das ist auch das Ziel des international agierenden Netzwerks European Women’s Management Development, kurz EWMD. Knapp 900 Frauen gehören mittlerweile dem Netzwerk an, außerdem zahlreiche namenhafte Firmen.

EWMD ist ein Netzwerk von Frauen für Frauen und Männer in Führungspositionen. Es ist offen für alle Branchen – Mitglieder sind sowohl Managerinnen als auch Unternehmerinnen und Wissenschaftlerinnen. Nur jedes hundertste Mitglied ist aktuell männlich. Neben nationalen und internationalen Netzwerkveranstaltungen unterstützen sich die Mitglieder in sogenannten Powerteams gegenseitig dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Das Netzwerk ist längst nicht mehr allein in Europa tätig sondern auch in den USA, Asien und Südafrika. Die 900 Mitglieder verteilen sich auf über 40 Städte weltweit. Wer dabei sein möchte, kann sich zunächst ein Bild über das Netzwerk verschaffen und eine der zahlreichen regionalen Veranstaltungen besuchen. Diese sind gegen einen einmaligen Unkostenbeitrag von 20 Euro auch für Gäste offen. Der Mitgliedschaft, die in Deutschland 250 Euro jährlich kostet, geht dann noch ein Gespräch mit dem Regionalvorstand voraus.

Die eigene Karriere gestalten

Damit Frauen noch häufiger in Führungspositionen aufsteigen und sich dort behaupten, sind Netzwerke für sie unentbehrlich. Sich mit Gleichgesinnten austauschen, eng im Kontakt zu Unternehmen stehen und verschiedene Ansprechpartner für unterschiedliche Probleme haben, die einem im Berufsleben begegnen – all das bietet EWMD. „Wir möchten Frauen zu Gestalterinnen machen. Zu Gestalterinnen ihres eigenen Lebens und ihrer eigenen Karriere“, sagt die Präsidentin von EWMD Austria, Dr. Ursula Maier-Rabler. Und damit werden sie auch zu Gestalterinnen der Gesellschaft.

Erst kürzlich feierte das Netzwerk in Österreich sein 20jähriges Bestehen. Es wurde dort 1994 gegründet, 5 Jahre später als in Deutschland. Die „Mutterinitiative“ besteht bereits seit 1984. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte Helga Stödter, die unter anderem auch die Initiative FIM – Frauen im Management mit ins Leben gerufen hat. Die anderen Gründungsmitglieder kamen aus UK, der Schweiz, Italien und Schweden.

Zu den Firmenmitgliedern gehören unter anderen Audi, Daimler AG, Ernst & Young, Microsoft, Henkel, Deutsche Telekom, Microsoft Deutschland, Rolls-Royce Deutschland und SAP.

Im nächsten Teil unserer Serie „Die wichtigsten Frauennetzwerke“ stellen wir das Netzwerk BPW vor.

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One Comment
  1. Bitte nicht mehr den Begriff Unkostenbetrag verwenden, das ist fachlich ein Unwort (und ist damit für das Netzwerk discreditierend, diffamierend)

    Kosten sind grundsätzlich negativ. Unkosten ist sprachlich „platt“, ähnlich wie Unkraut, welches richtig Wildkraut heißt.

    freundliche Grüße

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